Algarve in grau

Die Küste kann so schön sein: blauer Himmel, strahlende Felsen zum Meer hin, lauschige Cafés. War alles da, bis gestern. Man könnte sagen, wir kamen, das gute Wetter ging.

Hatten wir gestern bei unserer Anreise noch strahlend blauen Himmel vorgefunden, zarte Schäfchenwolken am Himmel, ein beeindruckendes Sternenpanorama in der Nacht, so wachten wir auf bei grauem Himmel.

 

Ein etwas längerer Fussmarsch brachte uns nach Luz hinein. Wie gesagt, unser Campingplatz liegt mitten im Nichts, wenn auch mit Bushaltestelle vor der Tür. Luz selber gefiel uns, netter Ort, sicherlich touristisch, aber nett anzusehen. Die Küste versank allerdings im grau und in den aufziehenden Regenwolken.

 

Trotzdem entschlossen wir uns den „Wanderrennweg“ von Luz über die Klippen nach Porto de Mos zu nehmen. Weiter wollten wir dann eigentlich bis Lagos als Ziel gehen.

 

„Wanderrennweg“ war eine gute Beschreibung. Es begegneten uns etliche deutsche Einzelwanderer und auch Wandergruppen, die die Strecke in umgekehrter Reihenfolge machten. Trotz des grauen Wetters boten sich beeindruckende Sichten der Küste. Wie musste das erst aussehen, wenn die Sonne schien.

 

Zwischendurch wurden wir noch zusätzlich eingestaubt, weil bei relativer Windstille, ein Bagger Erdbewegungen direkt an der Küste vornahm. Das Passieren des Baggers hatte ein wenig von einem Sandsturm in der Sahara. Irgendwie war später überall Sand.

 

In Porto de Mos nahmen wir allerdings dann den Bus und brachen die Wanderung ab. Regen setzte ein und die Sicht hatte sich eh schon eingetrübt. 1,20 Euro kostete der lokale Bus, der uns in schneller Fahrt nach Lagos brachte.

 

Lagos selber bot in den jetzt einsetzenden Regenpausen immer wieder schöne Blicke. Wir waren aber froh, als wir uns mit „Eva-Bus“ dem Bus-Unternehmen, dass hier den Überlandverkehr regelt, wieder vor dem Campingplatz absetzen ließen.

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