endlich am Ziel

In jedem Reiseführer steht, „buchen Sie die Eintrittskarten für die Alhambra“ weit im voraus! Im März konnten wir es auch anders wagen.

Die Dame vom Campingplatz gab uns den Rat, die Service-Automaten hinter dem Souvenirladen zu benutzen. Dort konnten wir mit einer Kreditkarte mit Pin-Nummer Karten nach Wahl lösen. Über das Internet hatten wir nur Zeitfenster zu unmöglichen Tageszeiten angeboten bekommen. Hier war der Eintritt um 10.30 Uhr gar kein Problem. Für den Palast mit dem Löwenhof erhielten wir für 11.30 - 12.00 Uhr ein Zeitfenster für den Eintritt. Was wollten wir mehr! Und so unkompliziert. Eintrittskarte lösen und reingehen, dauerten gerade 10 min.

 

Die Alhambra war wunderschön. Trotz des anfangs trüben Wetter waren die Anlagen eine Augenweide. Gut, es gab keinen Winkel in der Alhambra, den man für sich alleine gehabt hätte, aber die klassischen Blicke, die die Alhambra so bezaubernd machen, mussten wir ein wenig Geduld mitbringen. Im grossen und ganzen aber ein gelungener Besuch.

 

Im Laufe des Tages wurde es zu dem richtig klar und auch die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada oberhalb der Stadt kamen noch mal richtig gut raus.

 

Die Strecke bis nach Lagos verlief absolut unkompliziert. Seit Valencia hatten wir keine Autobahn-Maut mehr bezahlen müssen. So war der rigide Hinweis an der portugiesischen Grenze ein Maut-Ticket zu lösen sehr ernüchternd. Für Portugal gilt ein anderes System als in Frankreich und Spanien: Statt Strecken zu bezahlen, werden die einzelnen Abschnitte zwischen zwei Autobahn-Auffahrten berechnet. Jeder Abschnitt kostet einzeln, mal nur 0,85 Euro, mal 2,30 Euro, aber es sammelt sich.

 

An der Grenze mussten wir eine Art General-Ticket lösen. Die Kreditkarte, die wir dabei benutzten, wird mit dem Autokennzeichen verknüpft. Die Kameras oberhalb der Autobahn lesen dann das Kennzeichen, rechnen es zurück zur Kreditkarte und schon ist man um zum Beispiel 0,85 Euro ärmer.

 

Nach längerem Überlegen hatten wir uns für Lagos als Standort entschieden. Der städtische Campingplatz spottete allerdings jeder Beschreibung: Ungepflegt, in einer dem Bauch nach unsicheren Umgebung, absolut nicht zu empfehlen. Eine kurze Runde gedreht und aus dem Platz „geflohen“, anders kann ich unseren schnellen Abgang nicht nennen.

 

Die Alternative war ein Platz einen Ort weiter in Luz. „Turiscampo“ war zwar mitten im Nichts gelegen, hatte dafür aber eine sehr gute Infrastruktur. Wenn es warm wäre einen geschmackvollen Pool, ein Restaurant und eine nette Bar mit zivilen Preisen, die Standplätze ausreichend gross. Kurz entschlossen blieben wir.

 

Der Platz war geprägt von Campern, die hier in Portugal überwinterten. Deutsche und Briten teilten sich friedlich die besetzten Stellplätze. Im grossen und ganzen ein guter Platz, wenn auch weit ab von allem.

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