Südlicher geht es nicht

Immer noch beeindruckte uns die Felsenküste der Algarve. Um noch mehr Felsen zu sehen, entschieden wir uns nach Praia da Rocha bei Portimao zu fahren.

Hier gibt es verschieden Parkplätze direkt an der Küste. Der Weg, der für Fussgänger direkt an der Steilküste gesichert entlang führt, bot wieder diesen typisch gelb-rötlichen Felsen, die uns gestern schon so fasziniert hatten.

 

Wir konnten hier aber auch feststellen, dass nichts von Dauer ist. Verschiedene Häuser direkt an der Küste waren entweder schon geräumt und abgebrochen oder sogar schon vom Hang ins Meer hinunter verschwunden. Sandstein ist kein dauerhafter Grund!

 

Eine Bucht weiter gab es verschiedene Strandcafes mit einem sehr schönen Blick aufs Wasser. Wir hätten ewig dort sitzen können, Wellen und Strand haben etwas magnetisches an sich. Aber neue Strände und neue Wege in die andere Richtung wollten entdeckt werden.

 

Praia da Rocha war ein typischer Touristenort mit Hochhäusern, mehr oder weniger geschmackvoll. Von den Bauten fielen sie eher in die Kategorie weniger geschmackvoll. Nur die Strände, die hatten sie hier sehr nett hergerichtet. Die Strände waren alleine den Abstecher wert.

 

Nach dem frühmorgendlichen Regenguss gab es gegen Mittag einen weiteren Regenguss, dier uns aus Portimao herausführte. Über die Autobahn und später über die Landstrasse ging es nach Cabo St. Vincente bei Sagres gelegen.

 

Einer dieser Orte, die keine wirkliche Bedeutung haben, wo aber jeder unbedingt hin muss. Europas südlichster Punkt hat einen Leuchtturm, der auch noch betrieben wird, einen riesigen Parkplatz und eine Imbissbude, die sich mit „Die letzte Bratwurst vor Amerika“ schmückt. Sie hat recht und die Wurst schmeckte gut, Thüringer Rostbratwürste, unter anderem wahlweise mit Majoran oder mit Kümmel und das 3000 km von zu Hause entfernt.

 

Capo St.Vincente hatte einen Leuchtturm mit roter Haube, dessen Leuchtfeuer 90 km weit strahlt und dauerhaft von 5 Familien, die die Arbeit auf dem Gelände übernehmen, bewohnt wird. Ein gottverlassenes,windiges Stück Erde am südlichsten Ende Europas, aber Surfer lieben es, wie die Vielzahl von VW-Bullies eine Ecke weiter kennzeichnete.

 

Der Fischerhafen von Sagres brachte uns dann noch ein Stück ursprüngliches Portugal. Fischer, die ihre kleinen Boote gerade wieder an Land brachten. Boote, die im Hafen dümpelten, dazu die Sonne über den bunten Farbklecksen im Hafen, ich und die Algarve versöhnten uns wieder mit einander.

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