Sonntagswetter

Am Tag der Umstellung auf die Sommerzeit war Stadtbesuch angesagt. Für heute hatten wir uns die Besichtigung von drei Städten östlich von Lagos vorgenommen: Tavira, Faro und Albufeira.

Tavira

Tavira lag am östlichsten auf unserer Route und nur noch 30 km von der spanischen Grenze entfernt. Hatten wir Regen und Schmuddelwetter in Lagos, wurde das Wetter besser je östlicher wir kamen. Tavira erwartete uns mit blauem Himmel und Sonnenschein.

 

Die Stadt war gut besucht, es war Algarve Bike Challange, ein Mountain-Bike-Wettkampf durch das Hinterland der Ostalgarve. Als wir am Zieleinlauf ankamen, müssen die ersten gerade eingelaufen sein. Bei einer Siegerzeit von knapp über vier Stunden waren die ersten Radler begeistert von der wartenden Menge auf der alten Brücke über den Fluss begrüsst worden.

 

Auch wir ließen uns von der Menge treiben, entdeckten viele nette Plätze, genossen den Sonnenschein bei einem Getränk in einem Strassencafe. Unbeabsichtigt entdeckte ich den guten Geschmack einer getrockneten Kabeljau-Pastete. Ich hatte in der Auslage eigentlich gedacht ein süsses Puddingtörtchen vorzufinden. So kann die Auslage täuschen, der Gaumen aber trotzdem erfreut sein.

 

Der Regen holte uns nach unserer Entdeckertour trotzdem ein. Als die letzten Radler nach einer weiteren Stunde im Ziel einfuhren, flüchteten wir mit ihnen unter die schützenden Arkaden. Ortswechsel nach Faro.

Faro

Faro erwartete uns Sonntäglich still. Fast könnte man meinen, die Bürgersteige wären hochgeklappt gewesen, so wenig war los. Zwischen zwei Regenschauern stöberten wir durch die von einer Stadtmauer umgebenen Altstadt. Viel Verfall war zu sehen, aber auch einzelne Highlights schimmerten durch. Die Festung mit angeschlossenem Cafe war toll. Leicht erhöht, konnten die Gäste über die Festungsmauer auf den Hafen und die Lagune schauen.

 

Das lokale Bimmel-Bähnchen für die Touristen fuhr unermüdlich, auch bei dem wieder einsetzenden Regen. Den Regenguss warteten wir geschützt ab, ehe wir ins Auto flüchteten. Faro entdeckten wir im Regen, unter der Woche mit offenen Geschäften und Cafés ist sicherlich mehr los.

Albufeira

In Albufeira war wieder strahlender Sonnenschein. Oberhalb des neuen Yachthafens geparkt entdeckten wir die touristische der drei heutigen Städte von einem stillen Wohnviertel aus. Bei Sonnenschein, warmem Nachmittagslicht und leerem Sandstrand erschien uns der Ort anfangs wie eine Oase.

 

Desto weiter wir aber in den eigentlichen Ortskern vordrangen, desto nüchterner war der Anblick. Der Strand und die Wasserkulisse waren gerade im nachmittäglichen Licht wunderschön. Die Strandpromenade oberhalb der Wasserlinie war wirklich gelungen, nette Gastronomie, viele Bänke zum Verweilen, ein Aufzug zum Strand runter, unverbaute Sicht, das Touri-Herz in uns war wirklich erfreut.

 

Im Ort allerdings viel Leerstand, verfallene Gebäude, billige Ramschläden, begonnene aber nicht zu ende gebaute Häuserblocks, das alles lud nicht zu einem näheren Besuch ein. Wir genossen noch einen letzten Blick auf den Strand und das Meer, ehe es wieder nach Lagos zurück ging.

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