45 mm Regen und die versunkenen Weinfelder

Schon nachts hatte es gewittert und in Strömen geregnet. Nach einer kurzen trockenen Episode im Laufe des Vormittags fuhren wir wieder bei heftigen Regenfällen von Lagos nach Lissabon los. Der Wetterbericht kündigte mehr als 45 mm Regen an und warnte vor Regenmengen von 50 Litern und mehr pro Quadratmetern.

Zwischenziel sollte eigentlich Evora sein. Eine Stadt im Alentejo, die zum Weltkulturerbe zählt. Die Fahrt dahin glich einer Dampferfahrt über regenüberspülte Strassen. Unterwegs sahen wir Weinfelder, wo die Reben bis zur Hälfte im Wasser standen. Bäche, die über die Ufer getreten waren, Felder, die das Wasser nicht mehr aufnehmen konnten.

 

Evora war schön, ein netter, kleiner Ort mit einem hübschen Platz vor der Hauptkirche. Arkaden schützten uns vor dem gröbsten Regen. Doch die schönste Stadt kann einen nicht vor den Wassermassen bewahren, die vom Himmel branden. Ein kurzer Ausflug entlang der Individuellen Geschäfte, kleinen Cafes, versteckten Plätze brachte viele, positive Eindrücke. Der Regen ließ uns aber weder zum Auto flüchten.

 

Nach Lissabon ging es dann über die Autobahn. Die Brücke „25. April“ und eine Brückenmaut von 3,75 Euro brachten uns dann über den Tejo und nach Lissabon hinein. Als wir auf dem Campingplatz angekommen war, hatte es endlich aufgehört zu regnen und zum Abend hin, kam dann sogar noch ein kleiner Sonnenuntergang durch.

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